Was ist eine Fahrzeugkonservierung?

Was ist eine Fahrzeugkonservierung?

Viele Anwendungen vom Trockeneisstrahlen findet in der Automobilbranche statt. So ist es ein gängiges Verfahren den alten Unterbodenschutz von Youg- und Oldtimern zu entfernen um mögliche verstecke Roststellen zu finden. Doch was kommt danach?

Rost als unerwünschtes chemisches Produkt  

Mit der Entwicklung des Automobils sowie dem großen Aufschwung der Industrie war Stahl ein gefragter Werkstoff. Hohe Festigkeitskennwerte und viel Beständigkeit bescherten dem Material enormen Aufwind. Der erhöhte Einsatz des Werkstoffs brachte jedoch auch die Erkenntnis, dass dieser durch Korrosion zerstört wird. Dabei ist die Oxidation von Eisen mit Sauerstoff gemeint. Durch eine chemische Reaktion entsteht das unerwünschte Produkt. Da die Vorteile überwiegen wurde im Laufe der Geschichte viel Forschung und Energie investiert, um Stahl und Eisen vor Korrosion zu schützen. Dabei wurde die wichtige Erkenntnis gewonnen, dass die Oberfläche durch eine Beschichtung geschützt werden kann. Solange das Blech nicht in direktem Kontakt mit der umgebenden Luft ist, entsteht kein Rost. Die Verwendung von einfachen Ölen zeigte, dass diese zwar vor Rost schützen, jedoch am Fahrzeug nicht geeignet sind. Ein Korrosionsschutzmittel für Autos muss nämlich zusätzlich anderen Belastungen standhalten. Mit Fortdauer der Zeit entstanden Mittel, die höchste Beanspruchungen problemlos ertragen und langfristig einen geeigneten Korrosionsschutz bieten. Durch eine Vielzahl an Produkten auf dem Markt ist Rost nur noch ein kleines Problem, welches gut in den Griff zu bekommen ist. Teure Alternativen können somit eingespart werden und der Korrosionsschutz ist dennoch langanhaltend. 

Was versteht man unter einer Fahrzeugkonservierung? 

Fahrzeuge sind fast ausschließlich den Witterungsverhältnissen der freien Umgebung ausgesetzt. Selbst Autos, die täglich in der Garage geparkt werden, werden über winterliches Streugut und unebene Straßen chauffiert. Dabei ist das Fahrzeug den extremsten Witterungsverhältnissen ergeben. Steinschläge, Streusalz, Schnee, Regen, Matsch und sogar Sand setzen dem Gefährt mächtig zu. Vor allem, wenn das eigene Automobil bereits in die Jahre gekommen ist, kann es vorkommen, dass es nicht mehr gut durch den Winter kommt.
Rost ist ein Problem, welches besonders ältere Modelle betrifft. Sobald sich am Unterboden eine Lackschicht auflöst oder aus sonstigem Grund die Karosserie blank ist, dann kann das Blech mit dem umgebenden Sauerstoff korrodieren. Hat sich einmal Rost gebildet, ist dieser kaum mehr aufzuhalten. Die Fahrzeugkonservierung hat die Aufgabe die Beständigkeit des Automobils gegen Korrosion zu erhöhen und den geeigneten Rostschutz zu ermöglichen. Am neuesten Stand der Technik gibt es Produkte, die einen nachhaltigen Korrosionsschutz bieten und dem Auto eine verlängerte Lebensdauer schenken. In Bezug auf Kauf, Anwendung und Intervall gibt es nichtsdestotrotz einiges zu beachten. 

Fahrzeugkonservierung für vollständige Rostfreiheit  

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Karosserie vor Rost zu schützen. Dabei gilt es zu vermeiden, dass das blanke Stahlblech mit der umgebenden Luft oxidiert. Ein geeigneter Schutzfilm ist in der Regel ausreichend, um das Blech vor der Oxidation zu schützen. Die Beschichtung kann sich jedoch aufgrund von mechanischem Abrieb oder Witterungseinflüssen ablösen und somit keinen Schutz mehr bieten. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Beschichtung nicht überall hingelangen kann. Hohlräume, Spalte und Falze sind besonders gefährdet. Hier ist die Beschichtung ab Werk oftmals ungeeignet. Was es braucht, ist eine Pflege, die das Fahrzeug nachhaltig schützt und die Lebensdauer deutlich verlängert. Viskosität, Kriechfähigkeit und Beständigkeit sind wichtige Eigenschaften, die den Rostschutz beeinflussen. Besonders die Kriechfähigkeit ist von großer Bedeutung. Besitzt das Korrosionsschutzmittel die erforderlichen Kriecheigenschaften, so bewegt es sich über die Fortdauer der Zeit in Hohlräume und ermöglicht zugleich die erforderliche Hohlraumkonservierung. Das Ergebnis ist ein Korrosionsschutz über viele Jahre hinweg, das Mittel muss frühestens nach einigen Jahren wieder angewendet werden. 

Wo kann eine Fahrzeugkonservierung angewendet werden? 

Grundsätzlich kommt die Konservierung überall zum Einsatz, wo es gilt Rost zu vermeiden. Natürlich sind speziell die gefährdeten Bereiche wichtig, jedoch kann das Korrosionsschutzmittel am gesamten Fahrzeug aufgetragen werden. Der Basisrostschutz reicht kaum aus, um das Fahrzeug über Jahrzehnte erhalten zu können. Der Unterboden ist dabei erhöhten Belastungen ausgesetzt und hat mit Streusalz zu kämpfen. Hier muss eine sorgfältige Konservierung stattfinden, sodass die Lebensdauer erhöht werden kann. Ein weiterer wichtiger Bereich des Fahrzeugs sind die Schweller. Kondenswasser sammelt sich an diesen Stellen und aus diesem Grund sind die angrenzenden Stahlelemente von akuter Korrosion bedroht. Da der Rost auch von Innen entstehen kann, fällt dieser erst auf, wenn es bereits längst zu spät ist.
Um einen solchen Fall zu vermeiden, muss ein passender Hohlraumschutz verwendet werden. Fluid Film Liquid AR ist ein Produkt, welches speziell für die Hohlraumkonservierung entwickelt wurde. Dabei punktet das Mittel mit einer hochwertigen Qualität und einem unvergleichbaren Schutz von bis zu 15 Jahre.

Welche Möglichkeiten der Fahrzeugkonservierung gibt es? 

Es gibt eine bunte Vielfalt an verschiedenen Produkten auf dem Markt. Neben Öle und Schutzfette sind verschiedene Korrosionsschutzgele sowie Wachs verfügbar. Das passende Produkt richtet sich ganz nach dem konkreten Anwendungsfall. Oberflächengüte, Werkstoff und äußere Einflüsse sind wichtige Faktoren. Je nach Stahlsorte und entsprechender Oberflächenbehandlung kann entschieden werden, welcher Korrosionsschutz zur Anwendung kommt. Auch die Art der Belastung sowie klimatische Einflüsse spielen eine bedeutende Rolle. Eine feuchte Umgebung fördert die Rostbildung erheblich. Winterliche Verhältnisse sind ebenso aggressive Rostförderer und Schiffe sind im Wasser der wohl schwersten Belastung, nämlich Salzwasser, ausgesetzt. Der eingesetzte Korrosionsschutz muss die Oberfläche effektiv schützen und dies möglichst langfristig. Nicht jedes Mittel ist für jeden Einsatz geeignet.
Hinzu kommt, dass ebenso bewegliche Teile geschützt werden müssen. Ein Schutzwachs beispielsweise kann nicht auf Achsen, Wellen und Gelenke aufgetragen werden. Hierfür ist ein Mittel, wie die Fluid Film NAS Normdose, geeignet.

Zusätzlich gibt es für Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierung spezielle Produkte. Die Produktlinie Tapox von Fertan ist auf den Schutz von Tankinnenraumbeschichtung ausgelegt. Das Mittel hat dabei sowohl die Aufgabe den Tank vor Korrosion zu schützen und zugleich muss es den chemischen Belastungen des Treibstoffs standhalten. Nur hochwertige Korrosionsschutzmittel können solche Aufgaben mit Leichtigkeit meistern und damit die Lebensdauer verlängern.

Wie wird die Konservierung korrekt angewendet? 

Beim Einsatz eines Korrosionsschutzmittels ist in einem ersten Schritt darauf zu achten, dass die zu schützende Oberfläche frei von Flugrost, Verschmutzungen oder sonstigen Verunreinigungen ist. Mit der Drahtbürste kann grober Rost entfernt werden, die Reinigung der Stelle in der Waschanlage wird ebenso empfohlen.
Die Anwendung variiert je nach Produkt und zu schützender Oberfläche. Das Rostschutzmittel kann per Rolle, Pinsel oder in der Sprayflasche aufgetragen werden. Bei korrekter Anwendung gibt es bei allen Vorgangsweisen den gleichen Effekt. Nach der Beschichtung muss das Mittel auf der Oberfläche für eine gewisse Zeit getrocknet werden. Am besten findet die Beschichtung in einem windgeschützten, trockenem Raum ohne Feuchtigkeit statt, sodass die Trocknung problemlos durchgeführt werden kann. Die Umgebungstemperatur sollte im Idealfall zwischen 10 und 25 °C betragen. Für einen besonders effektiven Rostschutz kann die Beschichtung mehrmals hintereinander durchgeführt werden. Dabei wird das Korrosionsschutzmittel nochmals aufgetragen, sobald die erste Schicht getrocknet ist. Je größer die Schichtdicke, desto besser der Korrosionsschutz, lautet eine Faustregel.
Spraydosen, wie zum Beispiel Fluid Film AS-R, müssen im Vorhinein kräftig geschüttelt werden, sodass sich das Mittel gut verteilt. Die Flüssigkeit gewinnt während dem Schütteln etwas an Viskosität, was die Anwendung erleichtert. Bei Bedarf kann der Korrosionsschutz zusätzlich etwas erwärmt werden. Durch die Verwendung eines Sprührohrs kann das Mittel überall hingelangen und optimal angewendet werden. Sobald das Korrosionsschutzmittel aufgetragen und getrocknet wurde, kann es mit herkömmlichem Wasser abgespült werden. Die Schutzwirkung entfaltet sich umgehend, das Fahrzeug kann sofort in Betrieb genommen werden.

Es muss berücksichtigt werden, dass auf Produkten, wie dem Unterbodenschutz von Repstar, kein Lack haftet. Dies bedeutet, einmal aufgetragen, kann die geschützte Stelle nicht mehr lackiert werden. Mit besonderen Chemikalien ist es dennoch möglich das Mittel zu entfernen und im Nachgang neu aufzutragen.

Einen großen Vorteil stellen Produkte von Fluid Film dar. Sie sind nämlich in ihrer Wirkung wasserverdrängend und können dadurch auch bei feuchten Oberflächen optimal eingesetzt werden. Umgekehrt kann die Flüssigkeit durch Bremsenreiniger durchaus unkompliziert entfernt werden. 

Weitere Möglichkeiten für einen effektiven Korrosionsschutz  

Die einfachste Art und Weise Rost zu vermeiden, ist es, wenn man erst gar kein Stahl oder Eisen einsetzt. Nirosta steht für „nichtrostender Stahl“ und stellt eine Gruppe von Metallen dar, die durch unterschiedliche Legierungszugaben nicht rosten können. Den größten Nachteil stellt dabei der Preis dar. Nirosta ist empfindlich teurer und rechtfertigt oftmals die Anwendung nicht. Eine weitere Alternative sind Nichteisenmetalle. Aluminium, Kupfer und Chrom sind dennoch um ein vielfaches teurer als Nirosta und in den meisten Fällen besitzen diese Metalle nicht die erforderlichen mechanischen Eigenschaften. Zugfestigkeit, Streckgrenze und Härte erfüllen nicht die Anforderungen, somit kommt ein Einsatz nicht infrage.
Ein geeignetes Mittel gegen Rost stellen Rostumwandler dar. Entsprechende Rostkonverter kommen dann zur Anwendung, wenn es bereits zu spät und der Rost schon entstanden ist. Sie erzeugen eine weitere chemische Reaktion, die den Rost von der obersten Schicht ablöst. Konverter, wie der Rostumwandler von Fertan, zeigen zwar deutlich Wirkung, jedoch ist es immer noch am besten, wenn Korrosion tunlichst vermieden wird. Es die kostengünstigste Variante und zugleich mit dem geringsten Aufwand verbunden.

Erhöhte Lebensdauer durch eine effektive Fahrzeugkonservierung 

Die Fahrzeugkonservierung ist ein wichtiges Anliegen, um die Lebensdauer des geliebten Oldtimers auf ein Maximum zu verlängern. Zahlreiche Korrosionsschutzmittel ermöglichen den dringend notwendigen Hohlraumschutz und vermeiden somit Rost am Fahrzeug. Hersteller, wie zum Beispiel Fluid Film, haben ein umfassendes Angebot im Sortiment, welches Rost zur Randerscheinung macht. Die Produkte auf dem Markt haben sich über mehrere Jahrzehnte bewährt. Eine Beständigkeit im Salzsprühnebeltest von über 1.000 Stunden stellt keine Seltenheit dar. Durch die lösemittelfreie Zusammensetzung trocknet der Unterbodenschutz quasi nie aus. Damit wird eine unvergleichbare Schutzwirkung erreicht. Das Mittel muss höchstens nach einigen Jahren wieder aufgetragen werden. Für geringe Investitionskosten und einen mäßigen Aufwand kann das eigene Automobil lange erhalten bleiben.

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